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Staatliche Wirtschaftsschule Coburg
Schulstraße 7
96450 Coburg
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Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen

„Mehr Bildungsqualität stellt keinen Selbstzweck dar“ diesen Appell richtete Kultusminister Spaenle bereits im Jahr 2009 an die Schulleiter der beruflichen Schulen in Bayern. 

QmbS stellt sich dieser Aufgabe. QmbS steht für „Qualitätsmanagement an beruflichen Schulen“ und dient als Instrument zur Sicherung der Qualität an den Beruflichen Schulen in Bayern. Ziel ist die nachhaltige und systematische Schulentwicklung mit einer dauerhaften Verbesserung der Unterrichtsqualität bei gleichzeitiger Stärkung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Schulen.


QmbS an der Wirtschaftsschule Coburg

Auch unsere Schule wurde m Rahmen des Qualitätsmanagements an beruflichen Schulen (QmbS) im Jahr 2009 einer externen Evaluation unterzogen. Eine nachhaltige und systematische Schulentwicklung wurde seither bereits durch die kontinuierliche Durchführung eines Individualfeedbacks gewährleistet. Diese individuelle Rückmeldung dient als Impuls zur persönlichen Weiterentwicklung sowie zur Optimierung der unterrichtlichen Arbeit (vgl. JB 2010).

Die Schulleitung hatte im Herbst 2011 in einem Gespräch mit Vertretern der Schulaufsicht Gelegenheit, den aktuellen Sachstand zur Umsetzung der aus der externen Evaluation erarbeiteten Ziel- und Handlungsvereinbarungen darzustellen und gemeinsam Bilanz zu ziehen.

Die positiven Rückmeldungen zu der bisher geleisteten Arbeit zeigten, dass die Wirtschaftsschule Coburg den richtigen Weg eingeschlagen hat und spornten zu weiterem Engagement an.

Der Schulentwicklungsprozess wurde im aktuellen Schuljahr um folgende Bausteine erweitert, anknüpfend an die Ziel- und Handlungsvereinbarungen der externen Evaluation:

1. Strukturierung und Stärkung des Schulentwicklungsprozesses zur Förderung der Unterrichtsqualität

Im Rahmen einer schulinternen Fortbildung wurden den nicht in der Übungsfirma unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen Funktionsweise und Bedeutung des Faches Übungsfirmenarbeit als Alleinstellungsmerkmal der Wirtschaftsschule aufgezeigt. Im Mittelpunkt standen allgemeine Informationen über den Übungsfirmenring und die beiden Übungsfirmen unserer Schule, praktisches Arbeiten in verschiedenen Abteilungen sowie die Leistungsbewertung.

2. Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität, um Schülerselbsttätigkeit und Problem lösendes Denken der Schüler zu fördern

In den Fächern Betriebswirtschaft und Rechnungswesen wurde verstärkt die Konzeption des selbstgesteuerten Lernens (segel) verfolgt. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass Schüler/innen „in ihrem Lernprozess eine vollständige Handlung mit Hilfe von Lernstrategien eigenverantwortlich durchführen“ und damit „neben Fach- besonders Sozial-, Methoden- oder Sprachkompetenzen gefördert werden“.

Die Umsetzung dieser neuartigen Unterrichtsform förderte gleichzeitig die Zusammenarbeit innerhalb des Kollegiums in Form gemeinsamer Unterrichtsvorbereitung und -durchführung. Im Fach Betriebswirtschaft wurden die Klassen 8 aM/H und 9 aM/H heuer sogar erstmalig per Team-Teaching unterrichtet. Die Möglichkeiten, die sich durch das gemeinsame Unterrichten von zwei Lehrkräften für eine verstärkte individuelle Betreuung und Förderung des Einzelnen ergaben, wurden von allen Beteiligten überaus positiv bewertet.

3. Stärkung der SMV-Arbeit, um Eigenverantwortung der Schüler zu fördern

Gemeinsam mit den Schülersprecherinnen und Schülersprechern wurden unterschiedliche Projekte initiiert. Vor allem beim Rosenverkauf am Valentinstag bewiesen unsere Schülervertreter Selbstständigkeit und Organisationsvermögen.

4. Stärkung der Zusammenarbeit mit den Eltern

Außerordentlich hoch war die Teilnehmerzahl an den beiden zusätzlichen Informationsabenden im Fach Englisch für die 7./8. Jahrgangsstufe bzw. die Abschlussklassen. Ein Beleg, dass von Seiten der Eltern durchaus Interesse am Schulleben besteht und Angebote zur Information oder Zusammenarbeit gut angenommen werden.

Im Fach Projekt wurde versucht, die Eltern durch mehrere Infobriefe verstärkt in das für die Schülerinnen und Schüler so wichtige Thema Berufswahl und Erstellung professioneller Bewerbungsunterlagen mit einzubeziehen.

Neben den vielen Neuerungen wurde die bewährte Form des Individualfeedbacks beibehalten. Lediglich die Feedback-Bögen wurden neu gestaltet, um weitere Alternativen ergänzt und jahrgangsgerecht geordnet. Außerdem wurden die Befragungen zeitlich versetzt und nicht mehr verdichtet am Ende des Schuljahres durchgeführt, um trotz der Vielzahl von Kollegen Wiederholungen in den Klassen zu vermeiden.

Alle Maßnahmen standen auch bereits unter dem Gesichtspunkt der sich abzeichnenden Neuausrichtung der Wirtschaftsschule, mit der eine Neugestaltung von Stundentafel und Fächerspiegel einhergehen wird.

Festzuhalten bleibt die große Motivation aller Kolleginnen und Kollegen, den Schulentwicklungsprozess aktiv mitzugestalten.

Christoph Gradl